Projekt Clean ist cool: Shoppen, floppen, in die Tonne kloppen?

MÖNCHENGLADBACH Ein Mönchengladbacher produziert im Durchschnitt 221 Kilogramm Müll pro Jahr. Eine Zahl, die bei den Teilnehmern der diesjährigen Runde des Projekts „Clean ist cool“ Eindruck machte.

Ein Mönchengladbacher produziert im Durchschnitt 221 Kilogramm Müll pro Jahr. Eine Zahl, die bei den Teilnehmern der diesjährigen Runde des Projekts „Clean ist cool“ Eindruck machte. „Uff“, tönte angesichts dieser Abfallmenge leise aus den Reihen der Schüler und Lehrer, die sich jetzt in der Sparkassen-Zentrale an der Bismarckstraße über den Ablauf der Aktion informierten. Dabei lernten sie auch schon einiges über Müll in ihrer Heimatstadt. Und das ist auch der Sinn des Gemeinschaftsprojekts der Initiative „Clean up MG“, der Stadtsparkasse, Rheinischen Post und der Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe (Mags). Das Projekt geht in diesem Jahr in die 15. Runde, 26 Schulklassen sind dabei am Start.

Vom 11. März bis 5. April werden die teilnehmenden Klassen die Rheinische Post kostenfrei geliefert bekommen. Die Lehrer erhalten zudem vom medienpädagogischen Institut Promedia Wolff Begleitmaterial, und für alle Teilnehmer organisiert das Institut eine Internetrallye. Dabei müssen die Schüler Fragen zum Thema Müll und Müllvermeidung beantworten. Gruppen, die alles richtig machen, können zwischen 30 und 100 Euro für die Klassenkasse gewinnen.

Noch mehr einzuheimsen ist freilich bei einem Kreativwettbewerb, bei dem sich die Schüler Gedanken über den nachhaltigen Umgang mit Kleidungsstücken machen sollen. „Shoppen, floppen, in die Tonne kloppen“ heißt das Motto. Und was das bedeutet, erklärten beim Auftakttreffen in der Sparkasse den Teilnehmern Petra Wolff vom medienpädagogischen Institut und Eugen Viehof vom Verein „Clean up MG“: Große Modefirmen vernichteten pro Jahr Kleidungsstücke aus Überschussproduktion im Wert von mehr als drei Milliarden Euro. Billig gekauft, einmal getragen und ab in den Müll – über die Folgen solch gedankenlosen Konsums sollen sich die Schüler in dem Wettbewerb Gedanken machen.

Was ihnen dazu einfällt, sollen sie kreativ präsentieren – als Video, als Collage, als Text, als Fotoserie oder ganz anders. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Hauptsache: Der Beitrag wird rechtzeitig eingereicht. Dann besteht die Chance, einen Betrag zwischen 100 und 400 Euro für die Klassenkasse zu gewinnen.

Quelle RP Online

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